Gesondheetshaus asbl
Satzung

Gesondheetshaus a.s.b.l.

§1 Name, Sitz, Geschäftsjahr, Dauer

  1. Das Gesondheetshaus a.s.b.l. (im Folgenden kurz „GH“ genannt) wurde am 8.3. 2008 in Lintgen gegründet und soll als nicht gewinnorientierte Gesellschaft in das zuständige Vereinsregister Luxemburgs eingetragen werden.
  2. Sein Sitz ist in 131, Rue de Fischbach, 7447 Lintgen.
  3. Sein Geschäftsjahr beginnt mit dem ersten Januar und endet mit dem 31. Dezember.
  4. Im Gründungsjahr beginnt das Geschäftsjahr mit dem Tag der Gesellschaftsgründung.
  5. Die Dauer der Gesellschaft ist unbegrenzt.

§2 Zweck und Tätigkeitsbereich des Gesundheitshauses

Das GH strebt die Verbreitung der Philosophie und Methoden der Gesundheitsförderung im Allgemeinen an. Einen Schwerpunkt bildet die Gemeinde bezogene Gesundheitsförderung (GGF).

Grundsätzlich begrenzt das GH die von ihm vermittelten Inhalte und Ansätze auf das Feld der Gesundheitsförderung im Sinne der Ottawa Charta der WHO und bezieht ausdrücklich nicht die Anwendung von medizinisch – therapeutischen Verfahren ein.

Gesundheitsförderung basiert in erster Linie auf den Begriffen „Beteiligung“ und „Befähigung“ und wird als Ergänzung zur Prävention verstanden. Sie ist Ressourcen orientiert und dient nicht der Bekämpfung von Krankheiten.

Das GH zeigt einfache und naturnahe Wege auf, Gesundheit als Normalität zu empfinden und im Alltag im Sinne einer verbesserten Lebensqualität zu pflegen.

Möglichkeiten der Selbsthilfe werden vermittelt und zu Eigeninitiative angeregt.

Anvisierte Zielgruppen sind u.a. Kleinkinder, Grundschüler, Jugendliche, Senioren, Patientenselbsthilfegruppen und Menschen mit Behinderungen.

Orte des Gesundheitshandelns sind u.a. Haushalt und Garten, Kindergarten, Grundschule, Jugend-, Alteneinrichtungen.

Das GH bildet ein Forum für interdisziplinäre Ansätze der GF, fungiert als Plattform für Begegnung und unterstützt Generationen übergreifende, interkulturelle, nachbarschaftliche und Selbsthilfe-Initiativen.

Es dient der Dokumentation und als Modelleinrichtung zur Präsentation von Beispielen „Guter Praxis“ sowie als Ansprechpartner für Gesundheitsförderungsprojekte und insbesondere als Anlauf- und Koordinationsstelle für Gemeinde bezogene Gesundheitsförderung.

Das Gesondheetshaus sieht im Kern seiner Aufgaben die Entstehung einer ganzheitlichen Gesundheitskultur, welche auf der Wahrnehmung der persönlichen Gesundheitskompetenzen und sozialer und ökologischer Verantwortung beruht.

Es fördert:
  • ein Verständnis vom Menschen als Teil der Natur und seiner Umwelt;
  • ein Gesundheitsbewusstsein, das die Eigenverantwortlichkeit des Einzelnen für sein Wohlbefinden aufzeigt;
  • ein Gesundheitshandeln das auf der Pflege persönlicher Kompetenzen,
  • einer verbindlichen Kommunikation und den Prinzipien der Nachhaltigkeit beruht.
Dies soll durch folgende Maßnahmen erreicht werden:
  • die Entwicklung und Verbreitung von Methoden und Konzepten der Gesundheitsförderung sowie die systematische Erforschung der Wirkweisen dieser Methoden;
  • Aus- und Weiterbildungen die einen sorgfältigen Umgang mit diesen Methoden gewährleisten;
  • Informationsveranstaltungen, Konferenzen, Kurse, Seminare.
Grundlegende Frage ist die nach Enstehung und Entwicklung von Gesundheit (Salutogenese).
  • Ein wichtiger Ansatz ist das Konzept des „Kohärenzempfindens“ bzw. der Lebensorientierung mit den Begriffen: Verstehbarkeit, Bedeutsamkeit, Handhabbarkeit.
Besonderes Interesse kommt im Rahmen der Aktvitäten des GH dem Aspekt des „Handhabens“ zu:
Der Mensch wird angeregt seine Lebenssituation bewusst wahrzunehmen, zu gestalten und seine Ausdrucksfähigkeit zu entwickeln.
  • Dabei kommen Verfahren aus den Gebieten: Naturpädagogisches Spiel, Körper- und Sinneswahrnehmung, Begreifen von Naturelementen, Bewegungskultur, Entspannung und Wohlbefinden, vollwertige Ernährung, Gestaltung durch Handwerk und Kunst; Identitätsstiftung durch Pflege des Kulturerbes, der Landschaft und der Artenvielfalt zum Einsatz.
  • Die Beschäftigung mit Sinnfragen, insofern gegebenenfalls auch mit Glauben und Spiritualität als Ressourcen steht den Gruppen im Rahmen der durchgeführten Angebote frei. Voraussetzung ist Ideologiefreiheit, Toleranz und Akzeptanz des Andersartigen.
Das GH strebt die Vernetzung aller interessierten Personen und Institutionen an und berät seine Mitglieder in fachlichen Fragen

 Mitglieder erhalten einen Mitgliedsausweis der sie zu einer vergünstigten Teilnahme an allen Veranstaltungen des GH und denen der ihm assoziierten Einrichtungen berechtigt.

 Der Vereinszweck soll u.a. erreicht werden durch die Anmietung von Räumen, in denen oben aufgeführte Aktivitäten durchgeführt werden können.

 §3 Gemeinnützigkeit

  1. Das GH verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke.
  2. Die Finanzierung der Aufgaben des GH erfolgt durch Mitgliedsbeiträge, deren Höhe von der Mitgliederversammlung für das jeweils neue Geschäftsjahr festgesetzt wird, durch Spenden und durch Teilnahmegebühren an Veranstaltungen; Honorare und Kostenerstattungen für Leistungen der GF und Zuwendungen von kommunalen und staatlichen Stellen.
  3. Die Mittel des GH dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Keine Person darf durch zweckfremde Ausgaben oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen seitens des GH begünstigt werden.
  4. Das GH und seine Arbeit sind parteipolitisch und konfessionell nicht gebunden.

§4 Mitgliedschaft 

  1. Die Gesellschaft besteht aus aktiven und passiven fördernden, persönlichen Mitgliedern, korporativen Mitgliedern, insbesondere Gesellschaften, Organisationen und Vereinen.
  2. Mitglied werden kann jede natürliche oder juristische Person, die die Satzung des GH anerkennt. Über die Aufnahme von Mitgliedern entscheidet der Vorstand aufgrund eines schriftlichen  Antrags. Sie wird mit schriftlicher Bestätigung wirksam. Bestehen seitens des Vorstands  Bedenken gegen die Aufnahme, so ist der Antrag der nächsten regulären Mitgliederversammlung zur Entscheidung vorzulegen.
  3. Die Mitglieder können dem Vorstand Anträge auf Ehrenmitgliedschaft zur Abstimmung vorlegen. Ehrenmitglieder bleiben beitragsfrei.

§5 Ende der Mitgliedschaft

  1. Die Mitgliedschaft erlischt durch Austritt, Ausschluss oder Tod, bzw. bei juristischen Personen durch Auflösung derselben.
  2. Ein Austritt erfolgt durch schriftliche Erklärung und wird mit dem Ende des Monats wirksam, indem die Austrittserklärung dem Vorstand zugegangen ist.
  3. Ein Ausschluss erfolgt durch Beschluss des Vorstands bei Vorliegen eines wichtigen Grundes, insbesondere bei groben Verstößen gegen Satzung und Interessen des GH sowie gegen Beschlüsse und Anordnungen seiner Organe und bei Verletzung der Beitragspflicht. Der Ausschließungsbeschluss bedarf der Schriftform und ist zu begründen. Dem Auszuschließenden soll zuvor unter Setzung einer vierwöchigen Frist Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben werden. Er darf jedoch bei der Abstimmung nicht zugegen sein. Gegen den Ausschluss kann das Mitglied Einspruch bei der Mitgliederversammlung erheben.

§6 Organe des Vereins

  1. Organe des GH sind die Mitgliederversammlung und der Vorstand.
  2. Bei Wahlen gilt als gewählt, wer die einfache Mehrheit der gültigen Stimmen erzielt hat. Kommt eine Mehrheit beim ersten Wahlgang nicht zustande, so ist eine Stichwahl zwischen den zwei Kandidaten durchzuführen, die beim ersten Wahlgang die meisten Stimmen erhalten haben.

§7 Mitgliederversammlung

  1. Die Mitgliederversammlung findet mindestens einmal im Jahr statt und ist beschlussfähig, wenn der Vorstand alle Mitglieder schriftlich unter Angabe der Tagesordnung mit einer Frist von zwei Wochen zu ihr eingeladen hat.
  2. Außerordentliche Mitgliederversammlungen werden nach Bedarf oder aufgrund eines Antrags von mindestens 25% der Mitglieder innerhalb von 4 Wochen vom Vorstand einberufen.
  3. Die in der Mitgliederversammlung gefassten Beschlüsse sind von einem von ihr gewählten Protokollführer schriftlich niederzulegen, von dem/der Vorsitzenden oder dem/ der stellvertretenden Vorsitzenden gegenzuzeichnen und den Mitgliedern zuzusenden.
  4. In der Regel beschließt die Mitgliederversammlung durch Handzeichen. Bei Wahlen zum Vorstand und Misstrauensanträgen wird geheim abgestimmt.
  5. Ein Beschluss, der eine Änderung der Satzung enthält, bedarf der Zustimmung von drei Vierteln der anwesenden Mitglieder. Der Vorstand kann Satzungsänderungen beschließen, wenn sie zum vereinsregisterlichen Eintrag notwendig werden.
  6. Die Mitgliederversammlung hat vor allem folgende Aufgaben:
    a) Beschlussfassung über Satzungsänderungen und Auflösung des Vereins;
    b) Entgegennahme des Bericht des Vorstands;
    c) Abstimmung über Entlastung und Wahlen im festgelegten Rhythmus;
    d) Festsetzung der Mitgliedsbeiträge.
    e) Bestimmung des Kassenprüfers

§8 Der Vorstand

  1. Der Vorstand ist in geheimer Wahl in zwei Wahlgängen zu wählen, besteht aus dem/ der ersten Vorsitzenden und einem/ einer zweiten Vorsitzenden. Der erste Vorsitzende ist gerichtlich und außergerichtlich alleinvertretungsberechtigt, der/ die zweite Vorsitzende handelt in der Vertretungsbefugnis gemeinsam mit dem/ der ersten Vorsitzenden.
  2. Dem Vorstand obliegt die Geschäftsführung des GH und die Verwaltung seiner Mittel. Der Vorstand ist für die Angelegenheiten des GH zuständig, soweit sie nicht ausdrücklich der Mitgliederversammlung vorbehalten sind. Er ist der Mitgliederversammlung rechenschaftspflichtig.
  3. Die Wahl des Vorstands erfolgt durch die Mitgliederversammlung auf drei Jahre. Eine Wiederwahl ist möglich. Er kann jederzeit in einer ordnungsgemäß einberufenen Mitgliederversammlung mit einer drei Viertel Mehrheit aller Mitglieder abgewählt werden. Misstrauensanträge sind in der Tagesordnung anzugeben. Der Vorstand bleibt bis zur Wahl eines neuen Vorstands im Amt.
  4. Der Vorstand ist berechtigt, einen Geschäftsführer und bei Bedarf weitere Personen zum Zweck der Abwicklung laufender Geschäfte und sämtlicher organisatorischer und technischer Aufgaben, die dem Vereinszweck dienen, zu bestellen. Hierzu können entsprechende Personen oder Betriebe in ein festes Arbeitsverhältnis eingestellt werden oder auf Honorarbasis bezahlt werden.
  5. Die Tätigkeit des Vorstands ist ehrenamtlich. Die Aufwandsentschädigung orientiert sich an den Realunkosten.

 §9 Kassenführung und Kassenprüfung

Die Mitgliederversammlung wählt einen Kassenprüfer. Er hat nach Ablauf des Geschäftjahres die Kassenführung des Vereins sachlich und rechnerisch zu prüfen und über das Ergebnis der Mitgliederversammlung Bericht zu erstatten. Er darf nicht dem Vorstand angehören.

 §10 Beiräte

Der Vorstand setzt bei Bedarf – aus fachlich qualifizierten Mitgliedern und Nichtmitgliedern – Beiräte zur Entscheidungsvorbereitung, Information von Vorstand und Mitgliedern, für Ausbildungen und Prüfungen sowie für besondere Sachaufgaben ein.

 §11 Auflösung

Die Auflösung des GH kann nur in einer Mitgliederversammlung mit einer Stimmenmehrheit von mindestens 3 / 4 der Mitglieder beschlossen werden. Bei einer Auflösung ist das Vereinsvermögen an eine a.s.b.l. mit vergleichbarer Zielsetzung zu übertragen. 


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